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Was ich gerade mache

Winter, Dauerregen, Corona – in der kalten Jahreszeit ist es immer etwas schwierig mit dem Draußenüben. In der Wohnung geht zwar Einiges, aber da beim Hoopen oder mit den Stäben immer wieder was runterfällt, lässt sich nur eingeschränkt üben.

Dennoch bin ich nach wie vor praktisch jeden Tag aktiv. Besonders, weil jetzt doch einige Tage schon wieder recht schön und sonnig sind. Das Sporteln draußen – mit viel Abstand selbstverständlich – ist ja erlaubt und wichtig. Glücklicherweise habe ich in der Nähe eine kleine Grünanlage inmitten lauter Bürogebäuden, wo eh fast nichts los ist.

Einrad

Das Einradfahren ist leider seit Jahresbeginn mehr oder weniger auf Eis gelegt. Bis Silvester ging es total super – ich habe drei- bis viermal pro Woche geübt. Schnee hatten wir kaum, aber hier in München sehr oft Regen. Und auch wenn nur der Boden nass ist, ist es zum Einradüben für mich als Anfängerin nicht geeignet, denn wenn man ständig absteigt und die Sohlen feucht sind, dann werden die Pedale nass – und dann rutscht man ständig ab. Gerade kurz vor der Coronakrise hatte ich wieder angefangen, aber jetzt sind die ganzen Spielplätze gesperrt, auch der, wo ich übe. Zudem will ich gerade keinen Arztbesuch provozieren. Zwar bin ich bisher mit dem Einrad kaum gestürzt und wenn, dann nicht dramatisch, aber man weiß es ja nicht! Und da Einradfahren risikoreicher ist als alle anderen Dinge, die ich so mache, warte ich halt noch ein wenig, bis ich wieder richtig anfangen kann.

Stäbe

Meine neueste Entdeckung ist ja Staff Spinning. Fortschritte aktualisiere ich immer hier. Das mach ich zurzeit am meisten. Es ist gerade besonders praktisch, weil man die Stäbe leichter transportieren kann – etwa wenn ich auf dem Weg zum Einkaufen üben will. Die Reifen sind da immer sperriger. Für die Stäbe hab ich eine schlanke Umhängehülle. Auch wenn es windig ist, was es in letzter Zeit blöderweise extrem oft war, geht das Training mit einem schwereren Stab trotzdem noch gut. Hoopen geht bei Windböen nicht.

Dass ich die Stäbe gefunden habe, ist ein wahrer Glücksfall! Es verfeinert nebenbei das Handling der Reifen – ein schöner Synergieeffekt beim Üben. Und es ist ein wahnsinnig tolles Gefühl, wenn Bewegungen flüssig werden und der Stab mit Leichtigkeit um die Hand oder einen anderen Körperteil rumwirbelt. Das sind anfangs manchmal immer nur kleine Sequenzen, wo das gelingt, und sich so richtig „flowig“ anfühlt. Ah, so solls sein! Wie immer braucht es genaue Technik und viele Wiederholungen.

Hoopen

… mach ich eh immer. Wenn ich innen übe, nicht so ausgiebige Trainingseinheiten wie draußen, aber dafür öfter kurz. Ich wechsle nach Lust und Laune zwischen den Reifengrößen, On- und Off-Body-Hooping, einem und zwei gleichzeitig. Natürlich gibt es dadurch immer wieder etwas, das ich vernachlässige für einige Zeit. Aber ingesamt merke ich dennoch, wie ich besser werde, und sogar Dinge ganz gut klappen, die ich bisher nur wenig und lange nicht mehr geübt habe.

Wie beispielsweise der Duckout. Den hab ich vor circa zwei Jahren mal mit meinem riesigen, schweren Anfängerhoop kurz geübt, aber dann war es mir noch zu schwierig. Jetzt habe ich mal wieder angefangen und nach wenigen Fehlversuchen, kam ich recht gut in die Vorübung rein:

Bälle

Das Jonglieren etc. mache ich immer nur punktuell. Das sind die Dinge, wo ich mich schwerer tue mit dem motivierten Dranbleiben. Während ich bei den Hoops und Stäben praktisch immer irgendwelche Fortschritte merke, auch wenn sie noch so klein sind, ist das beim Werfen + Fangen von Bällen nicht so. Da tue ich mich weitaus schwerer (immer schon). Und wenn ich keine Fortschritte merke, verliere ich die Lust.

Zwischendurch fang ich dann wieder ein paar Tage an, dann widme ich lieber den anderen Sachen. Dass etwas schwierig ist, hat mir nie was ausgemacht. So lange ich IRGENDEINEN Fortschritt pro Trainingseinheit merke, bin ich happy.

Das ist auch voll okay. Vielleicht sind Bälle einfach nicht meins.

 

Veröffentlicht von

Ich habe mein ganzes Leben lang etwas gesucht, das ich so gerne mache, dass ich mich nicht dazu aufrappeln muss. Jetzt hab ichs gefunden.