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Poledancen

Vor zwei Jahren habe ich meinen ersten Poledance-Workshop mitgemacht. Eine Schnupperstunde, die mir nicht sonderlich gefallen hat, weil sie blöd aufgebaut war und viel zu anspruchsvolles Zeug ausprobiert werden sollte. Trotzdem habe ich mich zu meiner Überraschung an der Stange gleich wohlgefühlt – und bin zu einem anderen Studio gegangen.

Ein halbes Jahr, bis März 2017, habe ich dann intensiv Kurse mitgemacht: zwei- bis drei Mal pro Woche bin ich ins Studio gefahren und habe zusätzlich daheim geübt. Eine eigene Stange hab ich mir zugelegt und selbst aufgebaut [eine weitere Überraschung, haha!]. Dann wurde ein Familienangehöriger krank und lag fast ein Jahr in einem weiter entfernten Krankenhaus. In der Zeit habe ich fast nichts gemacht, dann kam das Hoopen. Seitdem ist Poledance-Pause.

Ich werde auf jeden Fall wieder damit anfangen!

  • Es ist sexy und sinnlich.
  • Es macht kräftig.
  • Es erfordert Flexiblität (und macht im Nullkommanix flexibler).
  • Es stärkt unglaublich das Selbstbewusstsein.
  • Es macht Spaß!

Und es ist wunderschön:

Ava Madison tanzt hier übrigens gerade an einer spinning Pole, das heißt, die Stange dreht sich mit. Steht die Stange still (static pole), ist die Technik ein wenig anders. Spinning Pole hab ich bisher nie ausprobiert, zumal mir schnell schwindlig wird.

Es gibt übrigens eine breite Palette an Poledance-Stilen. Und auch ganz unterschiedliche Studios: Wem das sinnlichere oder gar „Stripper Style“ zu gewagt ist, der kann sich auch eher fitnessorientiert bewegen. Es gibt HipHop-Pole, Sport-Pole, und und und – da gibt’s dann die üblichen Figuren, nur ohne die verführerischen Bewegungen.

Dass Kristy Sellers hier lange Hosen anhat, ist für Pole eher eine Ausnahme. Generell gilt: je mehr nackte Haut, desto besser – denn der Körper muss an einer vertikalen Stange „haften“ können. Das So-wenig-anhaben war anfangs sehr ungewohnt für mich, weil ich eigentlich immer in Jeans und T-Shirt rumgelaufen bin, nix kurze Hosen oder Miniröcke.

Typischerweise fängt man barfuß an und wer mag kann mit speziellen High Heels weitermachen, das ist aber keine Pflicht. Bei einem Hip-Hop-Pole-Workshop waren ausnahmsweise Turnschuhe angesagt. Ich mag barfuß am liebsten.

Übrigens fand ich es immer schön im Studio, dass beim Poledancen jedes Alter und jede Figur vertreten ist. Da braucht also niemand Hemmungen haben: Da laufen nicht nur zwanzigjährige Superschlanke rum. Poledance ist für jeden. Auch für Männer.

Auch für Männer gilt natürlich: Es gibt alle Stile! Die müssen nämlich nicht unbedingt sportlich poledancen, die dürfen auch sexy und wer mag mit hohen Absätzen. 

Poledance ist eine wahnsinnige Herausforderung

… was man nicht sieht: gerade am Anfang tut es ziemlich weh [Haut/Knochen gegen Stange]. Es ist aber der erste Sport gewesen, bei dem ich praktisch ständig überrascht war, was ich in kurzer Zeit lernen – und können – kann.

Und: Das Poledancen hat mich überhaupt erst zum Hooping gebracht!

Veena, die Poledance-Onlineworkshops anbietet, hat als Warm-up ein paar Hoopmoves in ihrem Programm. Weil ich noch nie so richtig Spaß am Aufwärmen hatte, dachte ich, das könnte was für mich sein. Also einen Anfängerhoop bestellt und einfach mal probieren. Schlimmstenfalls landet er halt im Keller.

Dadurch hab ich jetzt meine absolute Leidenschaft entdeckt. Wie toll!

 

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Ich habe mein ganzes Leben lang etwas gesucht, das ich so gerne mache, dass ich mich nicht dazu aufrappeln muss. Jetzt hab ichs gefunden.