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Das Ziel: volle Kontrolle

Seit einiger Zeit habe ich erreicht, was ich nie für möglich gehalten habe: Ich kann den Reifen auf verschiedenen Ebenen halten – und hinmanövrieren! Von oben nach unten geht schon lange, nur dass der Hoop an den Oberschenkeln immer bis zu den Knien gerutscht ist. Das ist mittlerweile behoben und es geht auch die umgekehrte Richtung, wobei ich hier hier gerade dran bin, mit leichteren, kleineren Reifen zu üben.

Tolle Fortschritte also. Doch das heißt natürlich noch lange nicht, dass gleichzeitig die absolute Kontrolle da ist. Darum gilt wie immer: Drillen. Eine tägliche Routine muss her!

Ich lerne am besten, wenn ich Spaß habe.

Dazu wiederum gehört für mich, dass es abwechslungsreich ist. Darum bleibe ich nicht ständig an der gleichen Sache dran – wenn ich Lust auf was anderes habe, mach ich das. In den letzten Wochen habe ich fast nur Off-body-Hooping mit zwei Reifen geübt und merke immer wieder: Wiederholung bringt rasende Fortschritte, sogar wenns gar nicht so viel Trainingszeit ist. Hauptsache, es ist oft.

Vor einiger Zeit habe ich die Circus Style Hoop Drill-Videos von Kristen McQuillin gebookmarkt. Damals war im Leben nicht dran zu denken, dass ich das jemals können könnte.

Yeah! Bleib dran, wenns dir genauso geht!

Das erste fällt mir ziemlich leicht: jeweils 30 Sekunden auf unterschiedlichen Leveln halten:

Schon da fallen einige Ebenen auf, wo ich sauberer werden kann, mich ausgewogener bewegen, sodass der Reifen wirklich gerade bleibt und konstant sauber kreist. Beim Chest Hooping krieg ich schnell mal Schlagseite, wenn ich einen leichteren Hoop verwende und an der Hüfte läufts in meiner schwächeren Richtung nicht so flüssig.

Dann gibts noch die 1-Minute-Variante. Uiuiui! Die zeigt die Stärken, vor allem aber teils größere Schwächen auf:

Jetzt geht es darum, den Reifen jeweils 1 volle Minute auf einer Ebene zu halten, aber sich nach der ersten halben Minute mitzudrehen: Mal mit dem Reifen drehen (was die Bewegung des Reifens verlangsamt, also einfacher ist). Mal entgegen dem Reifen drehen (was ihn beschleunigt).

Alles in eine Richtung. Danach den Hoop vom Knie wieder über den Kopf bringen und von vorne. Nur, dass der Reifen jetzt in die entgegengesetzte Richtung dreht.

Eine Richtung ist immer die stärkere, bei der alles viel besser geht und sich kontrollierter anfühlt. Bei mir ist es nach links. Zwar übe ich stets alles in beide Richtungen ein, aber beim Freestylen favorisiere ich offenbar automatisch die starke Richtung, was jetzt nicht überrascht, sich jedoch bei den Drills deutlich bemerkbar macht.

Mein aktueller Stand:

  • Lasso = Der Reifen kreist überm Kopf an rechter/linker Hand bzw. beiden. Das geht einwandfrei. Kein Problem in allen Richtungen/Drehungen. Rippen, Taille und Knie gehen ebenfalls 1 A. Es motiviert mich sehr, dass einige Ebenen so super klappen. Aber es geht natürlich alles noch viel besser, vor allem lockerer und irgendwann, wie beim Autofahren, automatisch.
  • An allen anderen Ebenen gibt es teils deutliche Verbesserungen, manchmal bekomme ich etwas Schlagseite = der Hoop sollte möglichst gerade bleiben. Wenn er an einer Seite nach unten kippt, ist an der Stelle zu wenig Push. Das Drehen mit dem Hoop geht in meine starke Richtung immer, aber am Hals und an der Brust muss ich polieren.
  • Das Drehen entgegen der Hoop-Richtung habe ich bisher kaum gemacht. Entsprechend lausig schneide ich an allen Stellen außer Hand, Rippen, Taille, Knie ab. Entgegen der Hoop-Richtung klappt an den anderen Ebenen bisher nur äußerst langsam oder mit Unterbrechungen. Umso wichtiger, dass ich diese Drills jetzt mache, zumal ich Hals und Brust bisher relativ wenig so richtig trainiert habe.

Was auch nicht ohne ist: Insgesamt über 20 Minuten nonstop hoopen, mit guter Haltung und teilweise die Arme in der Luft.

Ich werde das jetzt mal mit zwei verschieden großen/schweren Hoops täglich machen. Hoffentlich bleibe ich konsequent! Da ich überzeugt bin, dass mich das tierisch voranbringt, stehen die Zeichen ganz gut. Drückt mir die Daumen. 😉

Wenn du hoopst, ist das sicher was für dich. Selbst wenn du schon alles perfekt kannst, ist es eine kurzweilige Art, die Fähigkeiten zu erhalten. Und bei allen, die wie ich, schon die verschiedenen Ebenen erobert haben, ist es eine schöne Sache, konsequent besser zu werden.

Wer gerade erst anfängt und das alles nicht machbar findet: Wie gesagt, ich habe das Video seit einem Dreivierteljahr in den Bookmarks. Bleib schön dran und du wirst dir nach und nach jede Ebene erarbeiten. Beharrlichkeit zahlt sich aus.

 

Veröffentlicht von

Ich habe mein ganzes Leben lang etwas gesucht, das ich so gerne mache, dass ich mich nicht dazu aufrappeln muss. Jetzt hab ichs gefunden.